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Type: Run – General
Duration: 2:54:10
Distance: 30.15 km

Läufer auf der Theodor-Heus-Brücke

Meine heutige Laufstrecke gehört zu meinen absoluten Lieblingsstrecken. Nicht nur, dass es kaum nennenswerte Steigungen gibt, sondern man passiert entlang des Weges einige Sehenswürdigkeiten. Da die Strecke durch die Stadt führt, hat man auch häufig Begleitung durch anderen Läufer.
Die Strecke liegt nicht ganz an meinem Wohnort, deshalb ist die Möglichkeit das Auto zu parken auch ganz wichtig. Hier gibt es mehrere Alternativen. Ich bevorzuge den Platz am Schwimmbad Maaraue in Mainz-Kostheim. Denkbar ist aber auch das Auto am Biebricher Schloss (geht nur Sonntags ganz früh) oder unter der Schiersteiner Brücke abzustellen.
Die Strecke sollte diesen Sonntag laut Trainingsplan 28km betragen. Für kürzere Streckenlängen lassen sich zwischen Mainz und Wiesbaden auch diverse interessante Streckenvarianten finden. Nach dem Start auf dem Parkplatz laufe ich zunächst nach Westen um den Campingplatz zu umrunden und am Rheinufer Richtung Schwimmbad zu laufen. Das Schwimmbad hatte heute, trotz der zu erwartenden tropischen Temperaturen leider nicht geöffnet, ist aber im Sommer der ideale Platz um nach den Läufen zu entspannen.
Nach ca. 3 Kilometern verlasse ich die Maaraue und laufe am Kostheimer Mainufer zur Brücke nach Ginsheim-Gustavsburg, die ich dann auch überquere.
Hinter der Brücke geht es gleich rechts ab zu Mainspitze. Bei Kilometer 5 überquere ich den Rhein auf der Mainzer Südbrücke. Die Südbrücke ist eine Eisenbahnbrücke mit nebenliegendem Fuß- und Radweg. Anfang letzten Jahres wurde dieser Fuß- und Radweg nach längeren Bauarbeiten wiedereröffnet. Er war vorher so schmal, dass sich kaum zwei Fußgänger begegnen konnten. Dies wurde jetzt korrigiert.

Mainzer "Skyline" von der Südbrücke aus gesehen

Am anderen Ende der Brücke komme ich zum Mainzer Winterhafen. Je nach Jahres- und Tageszeit wird die Uferwiese als Grillplatz genutzt. Ich war allerdings zu früher Morgenstunde unterwegs und die Wiese war leer.
Über die Brücke am Winterhafen führt mich mein Weg am Fort Malakoff vorbei zur Rheingoldhalle und dem Mainzer Rathaus. Im Frühjahr wird die Uferpromenade für die Meenzer Mess genutzt, einem Volksfest mit Riesenrad und Autoscooter.
Ich wechsele über die Theodor-Heuss-Brücke wieder die Rheinseite und komme an der Kasteler-Reduit vorbei. Ich laufe weiter Richtung Westen und unterquere die Mainzer Nordbrücke, die ich auf dem Rückweg benutzen werde, weiter nach Amöneburg. Dieser Teil der Strecke ist allerdings nicht sehr ansehnlich, da er am Zementwerk der Firma Dyckerhoff vorbei führt. Außdem passiere ich die Chemieanlagen des Industrieparks Kahle-Albert, bevor ich an der Biebricher Rheinpromenade am Biebricher Schloss vorbeilaufe.

Schloss Biebrich

Wenige Meter später passiert man das Haus, in dem der Komponist Richard Wagner 1862 die Oper Meistersinger schuf. Die Schritte führen mich zur Schiersteiner Brücke, die letzte Rheinüberquerung für Autos bis Koblenz, um anschließend den Schiersteiner Hafen zu umrunden. Am Wendepunkt habe ich bereits mehr als die Hälfte der Strecke absolviert und mache mich unter den Bäumen der Hafenpromenade des Schiersteiner Hafens auf den Rückweg.

Hafenpromenade am Schiersteiner Hafen

Die Mainzer Nordbrücke oder auch Kaiserbrücke genannt erreiche ich bei Kilometer 22. Hier bleibt eine kleine Pause, da der Brückenaufgang keine Rampe, sondern Treppen hat und man doch einigermaßen außer Puste kommt diese im Laufschritt zu nehmen. Am anderen Ende der Brücke komme ich in den Mainzer Industriehafen, den ich an der Rheinalle umrunde, bevor ich wieder ans Rheinufer komme. Ich überquere den Rheinn ein letztes mal über die Theodor-Heuss-Brücke Richtung Kastel und bin nach 28km wieder auf dem Parkplatz. Kleine Verlängerungen den Strecke sind durch zusätzliche Runden auf der Maaraue immer drin.

Hallo zusammen, wie Ihr wißt, bereite ich mich auf den Hamburg Marathon am 22.05. vor. Um jeglichem Arbeitsstress in der Woche vor dem Marathon aus dem Weg zu gehen, habe ich mir Urlaub genommen und mich auf “Halber Strecke” zwischen Wiesbaden und Hamburg einquartiert. Die Wahl ist auf Witten an der Ruhr gefallen. Laut Trainingsplan habe ich am Wochenende 14./15.05. noch einen langen Lauf zu absolvieren und kenne mich in der Gegend nicht so gut aus. Ich würde mich freuen, wenn mich ein Ortskundiger im Bereich Witten/Bochum/Dortmund/Hagen auf einem langen Lauf von ca. 28-30km begleiten könnte. Die Pace sollte so zwischen 6:15 und 6:30 liegen. Wer sich angesprochen fühlt, schreibt bitte einen Kommentar, dann können wir bestimmt einen Treffpunkt ausmachen.


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Type: Run – General
Duration: 2:54:48
Distance: 28.29 km

Ursprünglich hatte ich für meinen heutigen Trainingslauf eine andere Strecke ausgesucht, bevor mir aufgefallen ist, dass dort heute der Maaraue-Lauf stattfindet. Aber aufgeschoben ist nich aufgehoben: Die Strecke wird in den nächsten Wochen vorgestellt. Laut meinem Trainingsplan sollten es heute 26km werden. Dies ist auch die Entfernung, die ich beim Spendenlauf Run4Japan angegeben habe. Die Laufstrecke enthält im zweiten Teil Wegstücke, die ich sonst nicht so häufig laufe.

Zunächst verläuft die Strecke genauso, wie die, die ich in der letzten Woche beschrieben habe. Bis Naurod-Erbsenacker geht es ca. 8km in Stufen aufwärts. Hier biege ich allerdings nicht auf die Halbmarathon-Strecke ein, sondern laufe herunter ins Tal zum Treffpunkt meines Lauftreffs vor der Kellerskopf-Halle. Anschließend folgt die steilste Passage meiner Laufstrecke. Für ca. 2km geht es um ca. 130 Höhenmeter bergauf in die Nähe des Kellerskopfes.

Der Kellerkopf ist ein ca. 400m hoher Hügel vor dem Taunushauptkamm zwischen Wiesbaden-Naurod und Wiesbaden-Rambach. Diese beiden Ortsteile sehen den Kellerskopf auch als ihren Hausberg an.

Der Weg führt durch lichten Buchenwald und vorbei an sonnigen Wiesen Zu dieser Frühlingszeit begeistert den Läufer und den Wanderer das frische Blätterkleid der Bäume. Begleitet vom Gesang der Waldvögel führt mich die Laufstrecke in Richtung Waldsportplatz Rambach. Auf diesem Teilstück veranstaltet der TuS-Rambach im Herbst einen Halbmarathon „Rund um den Kellerskopf“. Ich laufe hier allerdings auch wieder in umgekehrter Richtung. Das Angenehme dieses Teilstücks ist auch, dass es ständig leicht bergab geht.

Am Sportplatz Rambach habe ich 17 km absolviert. Nach einem kurzen, letzten Bergabstück erreiche ich das Goldsteintal. Ich folge der Straße Richtung Sonnenberg und laufe auf dem Fußweg, der in dem engen Tal abseits der schmalen Straße geführt wird. Nach einem Kilometer steigt der Weg kurz steil an, um die Burg Sonnenberg zu umrunden. Anschließend geht es genauso steil Richtung Hofgartenplatz bergab. Von die gäbe es die Alternative für mich über die Schuppstraße und die Rheinlandstraße die Strecke abzukürzen und nach Hause zu laufen

Ich entscheide mich dazu noch den Weg durch den Kurpark fort zu setzen und den Ententeich hinter dem Kurhaus zu umrunden, bevor ich über die Aukammallee meinen Weg nach Hause finde. OK, es waren noch 2km mehr als geplant, aber heute ist es für die Gute Sache des Run4Japan. Für die gesamte Strecke habe ich ca. 3 Stunden gebraucht und es war ein entspannter Lauf. Das Training für den Hamburg Marathon läuft gut und ich bin zuversichtlich, dass es klappt.

RUN4JAPAN – 17.04..


Bilck auf das Lindental von Hessloch

Das Marathontraining bringt es mit sich, dass ich regelmäßig längere Strecken in der Umgebung von Wiesbaden unterwegs bin. Ich möchte hier eine meiner absoluten Lieblingsstrecken vorstellen. Die Strecke hat zwar zu jeder Jahreszeit ihre Vorzüge, aber besonders im Frühling, zur Blüte der zahlereichen Obstbäume am Wegesrand, einen besonderern Reitz.
Ich starte vor meiner Haustür und nach einem kurzen Schlenker durch das Wohngebiet “am Wolfsfeld” komme ich am Ortsausgang von Kloppenheim ins Lindental. Nach ca. einem Kilometer biege ich nach rechts ab und überquere einen kleinen Bach. Es folgt ein steiler Anstieg nach Hessloch. Zu beiden Seiten des Weges wird die Laufstrecke durch die für dies Landschaft typischen Streuobstwiesen gesäumt.

Heidehütte in Hessloch

Streuobstwiese bei Kloppenheim

Weiter verläuft mein Weg an der Hesslocher Heidehütte – übriges ein toller Platz für Grillfeiern und mit fantasischem Ausbilck über das Rheintal zwischen Wiesbaden und Mainz. Anschließend “verschwindet” mein Weg im Wald. Immer noch ansteigend erreiche ich bei Kilometer 8 in der Nähe von Naurod-Erbseacker dem höchsten Punkt der Strecke (320 m u.NN). Hier mache ich eine 180° Kehre, um auf einen Streckeabschnitt einzubiegen, der auch Teil des Nauroder Halbmarathons am 30.04.2011 ist. Allerdings wird da dieser Teil in umgekehrter Richtung absolviert.
Nach drei Kilometer auf und ab breche ich oberhalb von Kloppenheim aus dem Wald und laufe durch die, meiner Meinung nach, schönste Obstwiese in der Umgebung Wiesbadens. Der Weg führt mich nach Überquerung der Ländchesbahn durch das Wickerbachtal nach Igstadt. Von dort sind es noch fünf Kilometer durch die Felder und Wiesen bevor ich nach 23 km mein Ziel am Sportplatz erreicht habe.

Feldbergblick

Was als lockerer Test für den Hamburg Marathon gedacht war entpuppte sich als das härteste Rennen seit ca. einem Jahr. Aber nur der Reihe nach…
Ich kannte Prag von einem früheren Besuch im Frühjahr und erinnerte mich, dass es damals recht kalt war. Außerdem sah die Strecke auf der Karte recht flach und einfach aus, so wie der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

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Type: Run – Race
Duration: 1:55:13
Distance: 20.96 km

Die Anreise nach Prag gestaltete sich sehr unkompliziert, die Bahn bietet einen Express-Bus von Nürnberg aus an, mit dem man in 3:45 h in Prag ist und bei einem Preis von 19 EUR im Sparpreis kann man auch nicht meckern. Das Hotel, das ich mir ausgesucht habe, hatte zwar einige Macken, hat aber durch das freie WLAN einiges wett gemacht. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Die Anreise am Donnerstag hat mir ermöglicht. noch ein kleines touristisches Programm einzubinden. Am Freitag habe ich mich erst einmal auf den Weg zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gemacht, bevor ich am Nachmittag auf der (Halb-)Marathon-Messe meine Startnummer abgeholt habe. Ich muss sagen, diese Veranstaltung ist noch ausbaufähig, vorallem was das kommerzielle Potential angeht. Die Abholung der Startnummer ging schnell und reibungslos, nur das Angebot an Artikeln rund um das Laufen ist an dieser Stelle hat an dieser Stelle noch Luft nach oben. OK, der Halbmarathon ist jetzt nicht das “Premium-Event”, aber mit einem Rekordteilnehmerfeld von 9500 Läufern, der Veranstalter musste seine Anmeldeseite schon zwei Wochen früher schließen, ist noch Potential vorhanden.
Die Startzeit des Prag Halbmarathons ist 12:00. Ab 10:00 konnte man mit seiner Startnummer die Prager Trams und Metro kostenfrei benutzen. Also habe ich mich um diese Uhrzeit mit der Metro auf den Weg zum Rudolfinum, dem Startort, gemacht. Die Wettervorhersage für den 02.04. lautete auf Sonnenschein und 20°C, es schien ein perfekter Frühlingstag zu werden.
Mit jeder Menge Zeit vor dem Start konnte ich noch ruhig die letzten Vorbereitungen treffen: GPS-Uhr an, Sonnenbrille auf, “Uschi-Socken” hochziehen, Kleiderbeutel abgeben, Pipi machen…was man halt so vor dem Start macht. Die Spannung steigt als ich in die Startaufstellung gehe.
Um Punkt 12 ist der Start für das Elitefeld, 4 Minuten später gehe ich dann zu den Klängen von Bedrich Smetanas “Die Moldau” über die Startlinie. Ich bemerke (erst jetzt!), dass ich bei meinen Überlegungen zwei wichtige Streckendetails vergessen habe: Kopfsteinpflaster und Strassenbahnschienen!
Das mit den falschen Vorstellungen ging nicht nur mir so, sondern auch der gutaussehenden jungen Dame rechts, die ich ca. bei Kilometer 8 gesehen habe. Straßenbahnschienen und die aus dem Straßenbelag aufragende Einfassung des Schienenweges erfordern höchste Konzentration auf das Laufen. Die Laufstrecke führt zunächst vom Rudolfinum nach Süden. Nach ca. 500m kommt man an der Karlsbrücke vorbei. Weiter geht es Richtung Vysehrad vorbei am “Tanzenden Haus”, einem der Sehnswürdigkeiten Prags aus neuerer Zeit. Kurz danach, bei Kilometer 3, kommt dem “Normalläufer” wie mir, die Spitze des Rennens auf der Gegenspur entgegen. Die Strecke bildet eine Schleife um ein Wohngebiet bevor bei Kilometer 5 der erste Getränkestand folgt. Nach einem weiteren Kilometer überquert das Läuferfeld zum ersten Mal die Moldau, um im Stadtteil Smichov die Brauerei Staropramen zu umrunden.
Bis hierher habe ich mich sehr gut gefühlt und die Pace war auch in dem Bereich, den ich mir vorgenommen habe, vielleich schon ein bischen zu schnell. Der an dieser Stelle etwas eintönige Streckenverlauf, vorbei an hohen Brauereimauern und die wenigen Zuschauer am Streckenrand tragen nicht unbedingt zur Steigerung der Laufmotivation bei. Ein höheres Zuschaueraufkommen und damit mehr Stimmung an und auf der Strecke kam erst bei der nächsten Überquerung der Moldau auf. Von hier bis zum ersten Vorbeilauf an Start und Ziel standen die meisten Zuschauer und war die beste Stimmung, die zusätzlich noch durch Musikgruppen angeheizt wurde. Hier kommt einem dann die Elite ein zweites Mal entgegen, zumindest wenn man eine Laufzeit hat wie ich.
An dieser Stelle überquert man ein drittes Mal die Moldau und läuft direkt auf die Prager Burg zu. Hinter der Brücke geht es Rechts ab vorbei den den Letenska-Anlagen zum Stadteil Holesovice. Dieser Streckenabschnitt hielt eine unerwartete Erschwernis bereit. Durch mehrere Brückenunterführungen sind doch ein paar Steigungen und Gefälle im Streckenverlauf, die ich so nicht vermutet habe. Dieser Streckenteil liegt fast vollständig in der Sonne, so dass die Laufstrecke zur nächsten Wasserstelle schier “unendlich” wird, vorallem da sie hier nicht bei Kilomerter 15 sondern erst nach 16,5 km ist. Kurz hinter der Brücke zum Stadtteil Liben konnte man sich das letzte Mal vor dem Ziel erfrischen. Hier hatte der sehr gut organisierte Rettungsdienst allerdings einiges zu tun. Ich konnte beobachten, dass es einigen Sportskameraden auf Grund des warmen Wetters solche Probleme hatten, dass sie ärztliche Hilfe benötigten.
Ich selbst hatte zwar keine Probleme dieser Art, konnte mein ursprünglich angeschlagenes Tempo dann doch nicht halten. Ich versuchte aber dennoch die Strecke unter 2:00 zu absolvieren.
Da hatte ich allerdings noch nicht mit den letzten 2 Kilometern gerechnet. Zunächst ging es weitere 2 Kilometer hinter der Wasserstelle durch eine ca. 300 m lange Unterführung in der meine GPS-Uhr kein Signal hatte und deshalb ein falsches Ergebnis lieferte und anschließend Kopfsteinpflaster! Nicht das die vorhergehenden 19 km schon anstrengend genug waren, aber die letzten 2 km fast durchgehend Kopfsteinpflaster (also zumindest kam es mir so vor!). Naja, ich hab’s überstanden und im Ziel stand eine Zeit von 1:58:18 und ich war glücklich meinen 8. Halbmarathon gefinished zu haben und dafür habe ich mir dann nacher eine Unterbrechung in meinem Fastenprogramm gegönnt und mir ein paar Bier (OK, mehr als zwei) und ein Paar (nur zwei) Würstchen  einverleibt.
Die Würstchen sind übringes eine tschechische “Spezialität”, so was wie Prags Antwort auf Handkäs mit Musik. Die Würstchen heißen Utopenci und werden im Volksmund auch “Ertunkene” oder “Wasserleichen” genannt. Es handelt sich um in Essig und Zwiebeln eingelegte fette Schweinewürste, die bei längerer Lagerung in der Essigtunke weiß werden, wie Wasserleichen.
Da ich in Prag fleißig fotografiert habe, gibt es im laufe der Woche noch einen Post über das touristische Programm aus Prag mit Link zu einer Galerie.