Der Hamburg Marathon ist jetzt zwei Wochen Geschichte und ich denke darüber nach, was er mir gebracht hat und was ich beim nächsten Mal besser machen will. Das es ein nächstes Mal geben wird, habe ich ja in meinem Bericht geschrieben.

Bei der ersten Laufrunde mit meiner Kollegin und Trainingsplanauthorin Christina musste ich natürlich sämtliche Erlebnisse genaustens erzählen. Als Wissenschaftlerin kam dann zum Schluß meiner Ausführungen die Frage: “Und? Was würdest Du mit diesen Erkenntnissen anders machen?” Eine tiefgreifende Antwort hatte ich zu dieser Zeit nocht nicht parat. Sicher habe ich was gesagt, wenn auch nur, um keine längere Pause in der Unterhaltung aufkommen zu lassen.

Mir war es in den letzten beiden Wochen auch zunächst darum gegangen, die Ereignisse einigermaßen warheitsgetreu wiederzugeben, für den Erkenntnisgewinn brauche ich immer etwas länger.

Die Vorbereitung lief alles in allem recht gut, obwohl ich zu Beginn des Trainingsplans skeptisch war. Das lag zunächst daran, dass ich mich zur Jahreswende verletzt hatte und sich die Genesung auf Grund meiner Ungeduld länger hinauszuögerte. Chirstina konnte die Verzögerung noch in meinem Trainingsplan kompensieren, aber die drei Wochen im Janaur, hätten mir vielleich von Anfang an etwas mehr Sicherheit bei den Trainingseinheiten gegeben.

Während des Marathons habe ich einen Trinkgürtel mit zwei Trinkflaschen (ca. 0,4l) und zwei Pack mit Gel dabei gehabt. Die Flaschen habe ich mit einem dieser “Wellness-Wasser”, also Wasser mit Geschmack, gefüllt. Im Nachhinein betrachtet war es eigentlich nicht notwendig eigene Getränke mitzunehmen, wenn auf der Laufstrecke alle 2,5km eine Verpflegungsstelle ist. Auf eingefüllte “Wellness-Wasser” hätte ich besser verzichtet, denn ich nehme an, dass es mir gegen Ende die Magenprobleme bereitet hat. Auf die beiden Gel-Packs würde ich nach jetzigem Erkenntnisstand nicht verzichten, sie bringen auf jeden Fall was.

Im Ziel habe ich gemerkt, dass mein schwarzes Laufshirt an den Ärmel weis war vom ausgeschwitzten Salz. Wärend des Marathons habe ich darauf verzichtet zu den angebotenen Elektrolytgetränken zu greifen. Da ich diese, im Gegensatz zu den Gels, nie im Training verwendet habe, war ich etwas skeptisch. Eine Erkenntnis ist vorallem, dass der Salzverlust, gerade bei Temperaturen über 20°C, enorm ist und die Konsequenz, wähernd den Trainingsläufen mal so ein Elektrolytzeugs zu probiern und schauen, ob ich das vertrage.

Und wie geht’s nun weiter? Ich hatte mir zunächst eine Regenerationszeit von 3 Wochen nach dem Marathon eingeräumt, bevor ich wieder richtig mit dem Training anfange. Es kann sein, dass sich dieser Zeitraum noch etwas verlängert, da momentan der rechte Fuß etwas zwickt und ich mir eine komplette Trainingspause verordnet habe. In den nächsten Wochen stehen eigentlich ein Paar “Spaßwettkämpfe” in Eppstein und in Kiedrich an, die wegen ihres bergigen Profils nicht für “gute” Zeiten taugen und nur mit dem Vorjahresergebnis zu vergleichen sind.

Ich hoffe dann beim Abendwaldlauf in Mörfelden mal zu testen was für eine Zeit über 10km drin ist. Etwas länger soll es dann Anfang September und Anfang Oktober jeweils mit einem Halbmarathon in Basel und in Lindau werden. Vielleicht klappt es bei einem der Läufe auch mal wieder in die Nähe meiner HM-Bestzeit von 1:49:30 zu kommen. Als Saisonabschluß ist momentan in Planung mit @Sancho_P vom #twitterlauftreff beim Frankfurt Marathon in der Staffel an den Start zu gehen.

Als Ausblick für das nächste Jahr habe ich mir zunächst vorgenommen den Halbmarathon in Venlo in Angriff zu nehmen und mich dann ggf. auf einen Frühjahrsmarathon vorzubereiten. Da bin ich allerdings noch etwas unentschieden. Düsseldorf, Duisburg oder Koblenz (Mittelrhein) haben ganz gute Karten, aber entschieden ist noch nichts.