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Vielleicht sollte ich zunächst erklären, was mit ARQUE gemeint ist und was der Sinn des ARQUE-Laufs ist? Hinter ARQUE verbirgt sicht die Arbeitsgemeinschaft für Querschnittsgelämte Rhein-Main-Nahe e.V., die zum Sammeln von Spenden über das Jahr verteilt diverse ausdauersportliche Veranstaltungen organisiert. Eine davon ist der jährlich im November stattfindende ARQUE-Lauf oder seit dem letzten Jahr ARQUE bike & run. Der Lauf führt über 34,7 km von Kelkheim über Hofheim, Försheim und Kastel zum Liebfrauenplatz am Mainzer Dom. Die Biker haben die Möglichkeit die Strecke einfach oder hin- und zurück zu absolvieren und kommen bei der vollen Distanz auf 75 km. Der Lauf erfolgt in geführten Gruppen je nach Pace zwischen 5:00 min/km bis 7:00 min/km. Auf der Strecke befinden sich 3 Verpflegungspunkte bei 13, 21 und 27 km an denen es die Möglichkeit des Einstiegs gibt für Teilnehmer, die nicht die volle Distanz absolvieren möchten.

Nebel und schattige 3° am Start in Kelkheim

Los ging es am Sonntag um 9.00 Uhr bei frostigen Temperaturen und dichtem Nebel an der Sportanlage “Am Reis” in Kelkheim. Ich hatte mich in der Gruppe mit der Pace 6:00 min/km einsortiert und war zunächst mit Elan bei der Sache. Die Gespräche meiner Laufkollegen kreisten zunächst um die Zubereitung von Weihnachstmenus. Den ein- oder anderen Geheimtipp bei den Rezepten für Rouladen und rheinischen Sauerbraten konnte ich da abgreifen.

Die Strecke führte zunächst Querdurch Kelkheim, wobei nach ca. 2km eine zweite Gruppe von einem anderen Startort hinzustieß. Nach ca. 3,5km verläßt die Laufgruppe das Ortgebiet Richtung Landgaststätte Gundelhard. Zu meiner Überraschung wurden wir sogar von einer Bläsergruppe am Wegesrand verabschiedet.

Erster Verpflegungspunkt in Hofheim-Marxheim

Der Weg führt zunächst ca. 2-3km stetig bergauf, bevor es Richtung Hofheim wieder bergab geht. Die Gruppe durchquert die Kreisstadt des Main-Taunus-Kreises bevor am Ortsausgang von Marxheim an der Shell-Tankstelle die erste Verpflegung liegt. Begleitet von der Polizei auf einem Motorrad läuft die Gruppe nach Weilbach, wo nach kurzer Zeit die Autobahn A3 überquert wird. Der nächste Ort an der Laufstrecke ist Wicker, bevor es am Ortsende auf den Panoramaweg im Regionalpark Rhein-Main vorbei an den mittlerweile abgeernteten Weinstöcken zur zweiten Verpflegung geht.

Durch die Eröffnung der Nord-West-Bahn am Frankfurter Flughafen liegt der Ort Flörsheim, auf dessen Gemarkung die zweite Verpflegung liegt, genau in der Einflugschneise. So hatten die Läufer während der kurzen Rast bei Tee und Bananen das zweifelhafte Vergnügen die anfliegenden Flugzeuge zu betrachten.

Letzte Rast vor dem Ziel in Hochheim am Main

Die Laufstreck führte uns, bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein weiter Richtung Main. Die letzte Rast erfolgte an der DLRG-Station von Hochheim, bevor die letzten 7 km über die Kostheimer Maaraue und die Theodor-Heuss-Brücke zwischen Kastel und Mainz zum Domplatz in Angriff genommen wurden.  Bis hier war ich pacemäßig auch noch im grünen Bereich, ob wohl die Gruppe z.T. etwas schneller als 6:00 unterwegs war. Auf dem letzten Teilstück wurde es dann doch etwas hart für mich, vor allem da ich seit September keine Distanzen über 25km mehr trainiert habe. Das es ohnehin kein Wettkampf war, war es mit auch relativ egal als letzter meiner Gruppe ins Ziel auf dem Mainzer Liebfrauenplatz zu kommen.

Das Ziel im Schatten des Mainzer Doms

Nach einer Stärkung mit Bananen, 5-Minuten-Terine und Bier (in dieser Reihenfolge) ging es mit dem Bus zurück nach Kelkheim. Auf der ca. 50 minütigen Busfahrt merkte ich mir schon die Anstrengung an, da mich eine gewisse Müdigkeit überkam. Alles in allem war es ein tolles Laufevent, dass ich versuchen werde im nächsten Jahr zu wiederholen.

Zum Abschluß noch eine Fotogalerie einiger Laufeindrücke.


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Alljährlich bietet der Hockenheimringlauf die Möglichkeit auf flachem Gelände noch einmal eine gute Zeit zu laufen und außerdem bei Würstchen und Bier (oder alternativ Kaffee und Kuchen) die Laufsaison ausklingen zu lassen. Der Lauf findet traditionell an Allerheiligen statt. Ich als Hessen muss mir allerdings Urlaub nehmen, um an diesem wunderbaren Event teilzunehmen, aber was tut man nicht alles. Dieses Jahr hatte ich es eigentlich gar nicht vor zu starten, da ich bereits am Sonntag beim Frankfurt Marathon in der Staffel am Start war. Außerdem wollte ich keine Urlaubstage opfern. Kurz zuvor nervte mein Chef, ich solle doch endlich mal die Überstunden abfeiern und dazu kam noch, dass der Sponsor von Mocki ankündigte, dass die zwei Tage nach dem Frankfurt Marathon am dort Start sein würde. Ich war da ohnehin etwas skeptisch, vertraute aber darauf, dass Mocki zumindest für eine Autogrammstunde an der Strecke sein würde.

Hockenheimring am 01.11.11

Meine Eindrücke wurden bestätigt, denn das Rennen am Sonntag war für Sabrina allen Anscheins sehr hart. Sie entschuldigte sich in ihrem siegerländer Dialekt langwierig, dass sie nicht laufen konnte (“Das war gestern das Leiden Christ” O-Ton Mocki). Aber jeder, der am Sonntag den Frankfurt Marathon gesehen hat, hatte dafür Verständnis. Sabrina beschränke sich darauf, den Startschuß zu geben und die Läuferschaar auf einem, zugegebenermaßen viel zu große,n Fahrrad zu begleiten.

Die Boxengasse vor dem Start

Ich für meinen Teil hatte allerdings von Sonntag noch leichten Muskelkater, so dass ich nicht so ganz wusste, wie ich das Rennen angehen sollte. Das Wetter war optimal. Bei  meiner Abfahrt aus Wiesbaden war noch dicke Nebelsuppe, doch je dichter ich nach Mannheim kam, um so mehr lichtete sich der Himmel. Beim Start um 10:20 hatten wir bestimmt 8° und wunderbaren Sonnenschein. Ich konnte das Rennen in kurzer Laufkleidung angehen.

Mocki schreibt Autogramme

Vom Start weg konnte ich allerdings eine Pace von ca.4:55 gehen, ohne dass es besonders weh tat. Auch hatte ich keinerlei Probleme mit der Luft. Ab Kilometer 3 musste ich allerdings einsehen, dass diese Pace etwas zu schnell war. Aber mit 5:05 bis 5:10 konnte ich während der weiteren Kilometer ganz zufrieden sein. Am Ende stand eine 50:56, was die schnellste 10km Zeit seit fast 2 Jahren für mich ist.

Nach den üblichen Würstchen und Bier habe ich dann äußerst zufrieden die Heimreise angetreten.

Startbogen zum 30. Frankfurt Marathon

Sonntag, den 30. Oktober kam es zur ersten #twitterlauftreff-Staffel beim Frankfurt Marathon. @Sancho_P hat die Staffel ursprünglich organisiert, aber nicht in der Formation, in der sie dann endgültig gelaufen ist. Die Idee zur Staffel kam @Sancho_P ungefähr im Juni oder Juli und als Teilnehmer sollten ich als Startläufer, @flynux, @soeren76 und @Sancho_P die Staffel bilden. Alles wurde im Sommer dann beim #twitterlauftreffgrillen in Frankfurt-Bonames festgeklopft. Leider haben sich @flynux und @soeren76 in der Zwischenzeit heftiger verletzt, so dass an eine Teilnahme nicht zu denken war. @Sancho_P musste sich nach erfolgreicher Teilnahme am Köln Marathon einer anstrengenden Herzkatheteruntersuchung unterziehen, so dass nicht klar war, ob wir wirklich antreten.

Erst eine Woche vor dem Frankfurt Marathon hatten wir endlich Klarheit. @Sancho_P hatte unter Auflagen das OK von seinem Doc und zwei Ersatzstarter(innen) waren gefunden. So wurde auch die Startreihenfolge neu gemischt. Ich hatte nach wie vor den Start und übergab nach 12km an @Sancho_P. Zum Halbmarathon übernahm @Jola_rennt, bevor Marianne die Schlußstrecke übernahm.

After-Pasta-Party im Vapiano in Frankfurt

Interessante Aspekte eröffneten sich bei #twitterlauftreff-Tweetup während der Pasta-Party in der Frankfurter Festhalle. Schön, die Menschen im Reallife zu treffen, die man sonst nur über den virtuellen Kanal kennt. Um alle auf zu zählen würde der der Platz nicht reichen, bemerkenswert fand ich Alex (@pixxelrunner) und Christine (@wwwsielaeuftde) aus Hamburg getroffen zu haben. Ebenso bemerkenswert was das Erscheinen von Carsten (@twitt3rless), der nur zum “groupen” aus München angereist ist. Anschließend gab es noch in anderer Zusammensetzung eine After-Pasta-Party bei einer Pizza-Kette in der Frankfurter Innenstadt, die nicht minder aufschlußreich war.

Die Anspannung vor dem Start steigt

Vor dem Start am Sonntag haben wir uns noch einen Treffpunkt in der Nähe der U-Bahn-Station vereinbart. Es kamen dann doch noch einige Twitterati auf ein kurzes “Hallo” vorbei, die zum Treffen in der Festhalle nicht konnten. Ich hatte mich mit @MagicMike2311 verabredet, der für seine Staffel ebenfalls den Start übernommen hatte. Aber wie das so ist, bei der Nervosität vor dem Start. Schnell nochmal das Dixi-Klo aufgesucht und der Sportskamerad ist aus den Augen verloren. Ich hatte den gesamten Oktober, ausgehend von meinem Start in Bregenz mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen, die sich an diesem Tag zwar gebessert hatten, aber noch nicht ganz vorüber waren. Ich hatte, auch auf Grund einer zehntägigen Trainingspause, noch nicht das Zutrauen, ob die 12km-Strecke in einer gute Zeit zu absolvieren ist. Ich hatte mir eine Pace von 5:30 min/km vorgenommen, was auf eine Endzeit von 1:06 hinaus lief.

In der Startaufstellung

@MagicMike2311 habe ich dann, dank eines kurzen Telefonanrufs, doch noch in der Startaufstellung gefunden. Michael hatte leichte Probleme mit der Wade und sich vorsorglich mit Kinesiotape “verarzten” lassen. Seine Vorgabe war “nur nicht zu schnell anfangen” und hintenraus sehen was geht. Um 10:30 sind wir beide dann auf die Strecke. Mit einer Anfangspace von ca. 5:15 waren wir gut dabei. Auf Kilometer 2 und 3 hatten wir zwischenzeitlich auch eine Pace leicht unter 5:00. Danach machte sich bei mir allerdings das fehlende Training bemerkbar und mir wurde die Luft etwas knapp. Kurz vor der Verpflegung bei Kilometer 5 auf der Bockenheimer Landstraße verabschiedete sich @MagicMike2311, der ein erheblich schnelleres Tempo gehen konnte als ich. Ich habe mich pacemäßig so zwischen 5:20 und 5:25 eingependelt. Auf der Strecke habe ich dann bei Kilometer 8 Jörg (Ultrayogi) aus Oberhausen überholt, der in Frankfurt seinen 110. Marathon absolviert hat. Leider ist es im Ziel nicht zu dem verabredeten Bier gekommen, da wir uns da in der Menge verloren haben.

Nach 1:05:30, also etwas schneller als gedacht habe ich den Staffelstab (in Frankfurt in Form des Zeitnahmechips) an @Sancho_P übergeben. Auf der Rückfahrt zu Start und Ziel habe ich dann wieder @MagicMike2311 in der U-Bahn-Station aufgelesen. Wir sind beide kurz bevor der Führende auf die Zielgerade eingebogen ist an der Messe angekommen. Zu der Zeit habe ich noch nicht ahnen können, das er nur 3 Sekunden nach dem Weltrekort über die Ziellinie läuft. Ich habe noch gewartet bis mit Jan Fitschen der erste Deutsche vorbei läuft, bevor ich mir für den Zieleinlauf der Damen einen Platz in der Festhalle suchen konnte.

Ich habe alle Daumen gedrückt, damit Mocki doch noch ihre PB knackt. Leider hat es nicht gereich, aber sie hat mit einer 2:28 die Qualifikation für London geschafft. Anschließen habe ich auf den Zieleinlauf der anderen #twitterlauftreffler gewartet und es waren einige hervorragende Ergebnisse dabei. Mein “Hamburg-Hase” Heiko (@bartlog) hat mit 3:06 seine Erwartungen übertroffen.

#twitterlauftreff-Staffel (v.l. @HipHop_Runs, @Sancho_P, Marianne; @Jola_rennt)

Etwa um diese Zielzeit kam auch @Sancho_P auf die Tribüne in der Festhalle. Gespann schauten wir, außer auf den roten Teppich für den Zieleinlauf, auch auf unsere Smartphones, um eine Nachricht von @Jola_rennt zu erhalten. Wir hatten uns so verabredet, dass wir uns am Platz der Republik treffen, um die letzen ca. 700 m gemeinsam ins Ziel zu laufen. Gegen 14:00 haben @Sancho_P und ich uns dann aufgemacht und @Jola_rennt zu treffen. Nachdem so jeder seine Streckenstory erzählt hat, kam auch Marianne vorbei und wir sind gemeinsam ins Ziel gelaufen. Die Zeit von 4:09:38 ist eigentlich unerheblich, allen beteiligten hat es Spaß gemacht und es war ein einmaliges Erlebnis.

Leider konnten wir die anderen Marathonis nicht mehr treffen, da wir den Treffpunkt irgendwie verpeilt hatten. Wir sind dann unter zu Hilfenahme von einigen Bratwürsten an den Hauptbahnhof gelaufen, wo sich unsere Wege trennten und  wir wieder den Kontakt mit der Online-Welt aufnahmen.