Bis vor einem halben Jahr hätte ich noch nicht einmal gewusst, das es sowas gibt, geschweige, dass ich daran teilnehme. Ich arbeite jetzt schon im fünften Jahr für den IT-Dienstleister des Landes Hessen und bin auch fast genauso lange Mitglied der Betriebssportgemeinschaft, aber es gehört wohl zu den Besonderheiten im IT-Geschäft, dass die Zusammenarbeit mit den Fachdienststellen eher zäh ist. Es gab die letzten Jahre nie einen Aufruf an einer solche Veranstaltung Teil zu nehmen, obwohl es dieses Jahr bereits zum 26. Mal ausgetragen wird.

Und es ist eine gar nicht so spießige Veranstaltung, wie man beim Namen denke möchte. Es herrscht eine Stimmung zwischen Betriebsausflug und Bundesjugendspiele, wobei der Fokus eher auf Mannschaftssportarten und Freizeitsport gelegt wird. Ein großer Teil der Meisterschaft bildet ein Fußballturnier. Weitere Aktivitäten sind Wandern, Schach, Tennis und Tischtennis, neben einer kleinen, aber feinen Laufveranstaltung.

Ca. Einhundert Läufer aus den verschiedenen Altersklassen waren am Start des 5500m Laufes. Die Strecke führte vom Schwalmstadtion in Treysa über asphaltierte Feldweg in einer kurzen Ründe zurück ins Stadion. Die Strecke war flach und gut zu laufen. Das Wetter war zunächst etwas diesig, doch im Tagesverlauf löste sich der Dunst auf und die Sonne kam recht kräftig zum Vorschein.

Um 10.15 nahm Frau Staatssekretärin Hölscher den Startschuss vor und schickte damit das Läuferfeld auf die Strecke. Für mich ist diese Strecke eher Neuland, da ich ich der Vergangenheit eher die längeren Strecken bevorzugt habe. Die Kollegen und Kolleginnen starteten in den unterschiedlichsten Altersklassen. Die meisten von ihren konnten aber ein flotteres Tempo als ich anschlagen. Allen voran Kollegin Christina, die in den vergangenen Jahren bereits mehrere Meistertitel des HLV über 5000m und 3000m erringen konnte. Das letzte mal, dass ich sie auf der Strecke gesehen habe, war bei Kilometer 2, als sie bereits Gesamtsiebte war. Später hatte Sie einen Vorsprung von ca. 6 Minuten auf meine Zielzeit und ist insgesamt dritte von allen Starten geworden. Erwähnenswert ist auch das Ergebnis von Daniel, der in der Altersklasse M30 Zweiter und mit 21:40 gesamt 11. geworden ist.

Lauftreff der HZD vor dem 5500m-Lauf

Die Betriebssportgemeinschaft der Finanzämter des Schwalm-Eder-Kreises hat mit dem Schwalmstadtion in Treysa eine super Location ausgewählt und für die Organisation der Wettkämpfe und der Verpflegung mit Bier, Softdrinks sowie Bratwurst, Spießbraten und vegetarischer Nudelpfanne ein extra Lob verdient.

Ein weiteres Lob geht von meiner Seite an die Kollegen, die sich an den Fahrgemeinschaften beteiligt haben oder an der Organisation mitgewirkt haben. In der Zukunft ist es, so war der einhellige Wunsch der Beteiliget, zu hoffen, das z.B. durch einheitliche Trikots eine bessere Erkennbarkeit der Mannschaft gegeben sein sollte und dass es den Kollegen, die nicht aktiv an den Wettkämpfen beteiligt sind, die Möglichkeit zum Anfeueren teilzunehmen gegeben wird. Dies ist anderen Finanzämtern durchaus üblich.

23. Juni 2012 · Kommentieren · Kategorien: Laufen

Nach den guten Ergebnissen in den letzten Wochen beim Stadtlauf in Frankfurt und dem Hessentagslauf in Wetzlar war ich gestern beim Mittsommerlauf in Wallau nicht ganz so optimistisch, was eine gute Zeit angeht wie vorher. Nach dem Marathon Ende Mai hatte ich das Training reduziert und zur Fußballeuropameisterschaft habe ich beim Weizenbier entsprechend zugeschlagen, so dass sich meine Einschätzung sehr in Grenzen hielt. Eine Zeit unter 55 Min war so das angepeilte Ziel.

Der Mittsommerlauf in Wallau startet auf dem Sportplatz gegenüber des Ländcheshalle und führt nach einer kurzen Schleife durch den Ort hinaus durch die Erdbeerfelder, die den Ort umgeben. Die Streckenführung verläuft entlang der Landstraße zwischen den Wiesbadener Ortsteilen Nordenstadt und Breckenheim bevor sie wieder nach einem anderen Schlenker durch den Ort Wallau auf dem Sportplatz sein Ziel findet. Die Strecke hat einen relativ geringe Höhendifferenz von ca. 30 Meter, und ist damit für Taunusverhältnisse relativ flach.

Der Lauf findet im Gegensatz zu vielen Laufveranstaltungen am Freitag Abend statt. Bei entsprechendem Wetter läßt sich dann der Abend an der Turnhalle bei Bratwurst und Bier ausklingen. Heute kam noch hinzu, dass die Veranstalter dafür gesorgt haben, dass die Teilnehmer das EM-Viertelfinalspiel zwischen Deutschland und Griechenland nach dem Lauf live am Fernseher verfolgen konnten.

Nach dem Start lief es erstaunlich gut, so dass ich schneller als eine 5:00 Pace halten konnte. Auf dem leichten bergauf Stück bei Kilometer 3 verlangsamte sich mein Schritt auf ca 5:20, aber alles in allem kein Grund zur Sorge. Im weiteren Verlauf des Rennens konnte ich noch einige Teilnehmer überholen, die einige Sekunden vor mir gestartet waren. Auf dem letzten Kilometer kann man ab ca. 600 m vor dem Ziel die Uhr über dem Zielbogen erkennen. Ich realisierte, dass, wenn ich mich anstrengte noch eine Zeit unter 50 Minuten für die 10 km drin waren. Also habe ich nochmal alle Kräfte mobilisiert und bin mit einer Zeit von 49:46 durchs Ziel gelaufen.

Überglücklich nach dem Erfolg und einer zugegebenermaßen etwas zu kalten Dusche habe ich mit dann besagte Bratwurst und Bier schmecken lassen und dem Spiel der Deutschen Fußball Nationalmannschaft beim EM-Viertelfinale zugeschaut.

Meine Bildergalerie vom Mittsommerlauf 2012 seht ihr hier.

Der zweite Marathon ist gefinisht und ich befinde mich in meiner wohlverdienten Regenerationsphase. Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich im zweiten Halbjahr 2012 läuferisch anstelle. Eine mögliche Option ist natürlich immer an meinem Halbmarathon-Projekt weiter zu werkeln. Da ist dieses Jahr nur die Niederlande mit dem Venloop im Frühjahr dazu gekommen.
Wichtiger ist mir allerdings in diesem Jahr einen zweiten Marathon zu absolvieren. Ein Herbstmarathon habe ich noch nicht in meiner Liste, ist auch schwierig bei zwei gefinishten Marathons. Es ist auch eine neue Erfahrung die langen Läufe in der Sommerhitze zu absolvieren.

Es ist ja bekannt, dass ich eine Vorliebe für das Ruhrgebiet habe und da im Herbst der Ruhr-Marathon Essen Baldeneysee zu 50. Mal ausgetragen wird, ist dieser Marathon natürlich meine erste Wahl.

Als Vorbereitung bietet sich immer ein Halbmarathon an. Eine Möglichkeit ist der Saarschleife Marathon in Merzig an der Saar. Mit einem Lauftermin Anfang September habe ich anschließend noch genügend Trainingszeit um mich auf Essen vorzubereiten. Der Lauf hätte den Vorteil, dass ich einen weiteren Haken in meinem Halbmarathon-Projekt machen könnte.

Eine weitere Überlegung kommt bei der ganzen Planung mit dazu. Ich beabsichtige im Herbst mein Auto zu verkaufen und anschließend ganz auf öffentliche Verkehrsmittel oder Car-Sharing zu setzten. Wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle habe ich Anfang September noch ein Auto und könne einen Ort besuchen, der mit Bus und Bahn schwerer zu erreichen ist.

Ich hatte die letzten Jahre schon Interesse daran am Nürburgring-Lauf teilzunehmen. Allerdings hat es in den letzten Jahren aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt. Dieses Jahr ist also die letzte Möglichkeit mit relativ geringen logistischen Aufwand am Lauf durch die “Grüne Hölle” teilzunehmen.

Nach dem Marathon werde ich dann die Saison ausklingen lassen und ggf. noch am Hockenheimring-Lauf teilnehmen. Ein Silvesterlauf wird sicherlich auch noch dabei sein. Wo werde ich kurzfristig entscheiden und anschließend die Planung für 2013 aufzunehmen.

Der Hessentag findet seit 52 Jahren in unterschiedlichen hessischen Städten statt und soll das Gemeinschaftsgefühl der unterschiedlichen hessischen und zugewanderten Bewohner fördern. Ganz nach dem Motto des früheren hessischen Ministerpräsidententen Georg August Zinn “Hesse ist, wer Hesse sein will”. Anlässlich des letzten Hessentages in Oberursel fand erstmalig ein Hessentagslauf statt. Die Macher des diesjährigen Hessentags in Wetzlar wollten das erfolgreiche Experiment ihrer Vorgänger fortführen und für die Laufsporrtfreunde in Mittelhessen ebenfalls ein attraktives und anspruchsvolles Angebot machen. Bei der Planung diese einmaligen Laufereignisses mussten auch besonders die verkehrsmäßigen Einschränkungen der mehr als einwöchigem Großveranstaltung berücksichtigt werden.

Herausgekommen ist meiner Meinung nach eine sehr gelungene Laufveranstaltung, die dem Rahmen des Hessentages angemessen ist. Die Organisatoren des Team Naunheim haben eine anspruchsvolle und landschaftlich attraktive Strecke für den Hessentagslauf 2012 zusammengestellt. Es wurden zwei Wettbewerbe, ein Halbmarathon und 10 km-Lauf, angeboten. Beide Strecken starteten im Wetzlarer Stadion auf der Lahninsel und führten hinter dem Neuen Rathaus Richtung Steindorf. Nach ca. einem Kilometer biegt die Strecke nach links ab und es beginnt eine 3 Kilometer lange Steigung, die ca 140 Höhenmeter beträgt. Bei Kilometer 3 befindet sich das Ausflugslokal Magdalenenhausen. Hier haben die Organisatoren den ersten Erfrischungspunkt platziert. Dies ist auch besonders notwendig, da der nachfolgende Kilometer der steilste der gesamten Strecke ist.

Bei Kilometer 4 hat man bereits den Gipfel des Kurses erreicht. Außer zwei kleinen Anstiegen bei Kilometer 5,5 und kurz vor dem zweitem Erfrischungspunkt am Hofgut Magdalenenhausen geht es von nun an bergab. Die Halnmarathonis hattten von hierab noch eine weitere Schleife zu absolvieren. Die Strecke bis zum Hofgut bestand aus einer breiten asphaltierten Strasse, anschließend folgte ein Stück Betonweg, der ein Überbleibsel aus der ehemaligen Nutzung des Geländes als Truppenübungsplatz ist. Die restlichen Wege waren gut laufbare Feldwege. Ich startete am Frohenleichnamsdonnerstag auf der 10 km-Strecke.

Ich bei Kilometer 7.
Quelle: hessentagslauf-bilder.de, ISA GmbH, Biebertal


Durch die Streckeninformationen, die die Veranstalter auf ihrer Homepage veröffentlicht hatten, war mir bewußt, dass es heute nicht um irgendeine Bestzeit gehen kann, sondern einfach nur um dabei zu sein und Spaß zu haben. Ich hatte am Sonntag zuvor bei Stadtlauf in Frankfurt eine 51:25 auf 10 km erreicht und verspürte ein leichtes zwicken im linken Oberschenkel, sodass sich meine Erwartungen in Grenzen hielten. Das Wetter war zum laufen ideal. Der Himmel war bedeckt und wie man an dem Bild unten sehen kann war es leicht diesig. Die Temperaturen waren mit ca. 17-18° nicht zu hoch und es blieb während des Laufes trocken. Ich bin für meine Verhältnisse sehr gut die Berge hinaufgekommen und mit einer Zeit von 52:28 sehr zufrieden.

Zurück im Stadion freute ich mich über die Verpflegung im Zielbereich, es geht doch nichts über eine Brauerei unter den Sponsoren. Auch des Infrastruktur gab es nichts auszusetzen. Umkleidekabinen und Duschen waren in ausreichender Anzahl vorhanden. Alles in allem ein gelungenes Event, das hoffentlich bei den folgenden Hessentagen seine Nachahmer findet.

Leider habe ich von diesem Even keine eigenen Bilder, da mir kurz vor dem Start meine Knipskamera heruntergefallen ist. Ich empfehle deshalb die Bildergalerien Lahn-Dill-Live.de und den Bericht auf Laufreport.de. In der Giessener Allgemeinen stand ebenfalls ein schöner Artikel vom Hessentagslauf. Und ich habe mein Bild des Bilderdienstes Hessentagslauf-Bilder.de erworben.