Der zweite Marathon ist gefinisht und ich befinde mich in meiner wohlverdienten Regenerationsphase. Ich habe mir Gedanken gemacht, was ich im zweiten Halbjahr 2012 läuferisch anstelle. Eine mögliche Option ist natürlich immer an meinem Halbmarathon-Projekt weiter zu werkeln. Da ist dieses Jahr nur die Niederlande mit dem Venloop im Frühjahr dazu gekommen.
Wichtiger ist mir allerdings in diesem Jahr einen zweiten Marathon zu absolvieren. Ein Herbstmarathon habe ich noch nicht in meiner Liste, ist auch schwierig bei zwei gefinishten Marathons. Es ist auch eine neue Erfahrung die langen Läufe in der Sommerhitze zu absolvieren.

Es ist ja bekannt, dass ich eine Vorliebe für das Ruhrgebiet habe und da im Herbst der Ruhr-Marathon Essen Baldeneysee zu 50. Mal ausgetragen wird, ist dieser Marathon natürlich meine erste Wahl.

Als Vorbereitung bietet sich immer ein Halbmarathon an. Eine Möglichkeit ist der Saarschleife Marathon in Merzig an der Saar. Mit einem Lauftermin Anfang September habe ich anschließend noch genügend Trainingszeit um mich auf Essen vorzubereiten. Der Lauf hätte den Vorteil, dass ich einen weiteren Haken in meinem Halbmarathon-Projekt machen könnte.

Eine weitere Überlegung kommt bei der ganzen Planung mit dazu. Ich beabsichtige im Herbst mein Auto zu verkaufen und anschließend ganz auf öffentliche Verkehrsmittel oder Car-Sharing zu setzten. Wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle habe ich Anfang September noch ein Auto und könne einen Ort besuchen, der mit Bus und Bahn schwerer zu erreichen ist.

Ich hatte die letzten Jahre schon Interesse daran am Nürburgring-Lauf teilzunehmen. Allerdings hat es in den letzten Jahren aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt. Dieses Jahr ist also die letzte Möglichkeit mit relativ geringen logistischen Aufwand am Lauf durch die “Grüne Hölle” teilzunehmen.

Nach dem Marathon werde ich dann die Saison ausklingen lassen und ggf. noch am Hockenheimring-Lauf teilnehmen. Ein Silvesterlauf wird sicherlich auch noch dabei sein. Wo werde ich kurzfristig entscheiden und anschließend die Planung für 2013 aufzunehmen.

Der Hamburg Marathon ist jetzt zwei Wochen Geschichte und ich denke darüber nach, was er mir gebracht hat und was ich beim nächsten Mal besser machen will. Das es ein nächstes Mal geben wird, habe ich ja in meinem Bericht geschrieben.

Bei der ersten Laufrunde mit meiner Kollegin und Trainingsplanauthorin Christina musste ich natürlich sämtliche Erlebnisse genaustens erzählen. Als Wissenschaftlerin kam dann zum Schluß meiner Ausführungen die Frage: “Und? Was würdest Du mit diesen Erkenntnissen anders machen?” Eine tiefgreifende Antwort hatte ich zu dieser Zeit nocht nicht parat. Sicher habe ich was gesagt, wenn auch nur, um keine längere Pause in der Unterhaltung aufkommen zu lassen.

Mir war es in den letzten beiden Wochen auch zunächst darum gegangen, die Ereignisse einigermaßen warheitsgetreu wiederzugeben, für den Erkenntnisgewinn brauche ich immer etwas länger.

Die Vorbereitung lief alles in allem recht gut, obwohl ich zu Beginn des Trainingsplans skeptisch war. Das lag zunächst daran, dass ich mich zur Jahreswende verletzt hatte und sich die Genesung auf Grund meiner Ungeduld länger hinauszuögerte. Chirstina konnte die Verzögerung noch in meinem Trainingsplan kompensieren, aber die drei Wochen im Janaur, hätten mir vielleich von Anfang an etwas mehr Sicherheit bei den Trainingseinheiten gegeben.

Während des Marathons habe ich einen Trinkgürtel mit zwei Trinkflaschen (ca. 0,4l) und zwei Pack mit Gel dabei gehabt. Die Flaschen habe ich mit einem dieser “Wellness-Wasser”, also Wasser mit Geschmack, gefüllt. Im Nachhinein betrachtet war es eigentlich nicht notwendig eigene Getränke mitzunehmen, wenn auf der Laufstrecke alle 2,5km eine Verpflegungsstelle ist. Auf eingefüllte “Wellness-Wasser” hätte ich besser verzichtet, denn ich nehme an, dass es mir gegen Ende die Magenprobleme bereitet hat. Auf die beiden Gel-Packs würde ich nach jetzigem Erkenntnisstand nicht verzichten, sie bringen auf jeden Fall was.

Im Ziel habe ich gemerkt, dass mein schwarzes Laufshirt an den Ärmel weis war vom ausgeschwitzten Salz. Wärend des Marathons habe ich darauf verzichtet zu den angebotenen Elektrolytgetränken zu greifen. Da ich diese, im Gegensatz zu den Gels, nie im Training verwendet habe, war ich etwas skeptisch. Eine Erkenntnis ist vorallem, dass der Salzverlust, gerade bei Temperaturen über 20°C, enorm ist und die Konsequenz, wähernd den Trainingsläufen mal so ein Elektrolytzeugs zu probiern und schauen, ob ich das vertrage.

Und wie geht’s nun weiter? Ich hatte mir zunächst eine Regenerationszeit von 3 Wochen nach dem Marathon eingeräumt, bevor ich wieder richtig mit dem Training anfange. Es kann sein, dass sich dieser Zeitraum noch etwas verlängert, da momentan der rechte Fuß etwas zwickt und ich mir eine komplette Trainingspause verordnet habe. In den nächsten Wochen stehen eigentlich ein Paar “Spaßwettkämpfe” in Eppstein und in Kiedrich an, die wegen ihres bergigen Profils nicht für “gute” Zeiten taugen und nur mit dem Vorjahresergebnis zu vergleichen sind.

Ich hoffe dann beim Abendwaldlauf in Mörfelden mal zu testen was für eine Zeit über 10km drin ist. Etwas länger soll es dann Anfang September und Anfang Oktober jeweils mit einem Halbmarathon in Basel und in Lindau werden. Vielleicht klappt es bei einem der Läufe auch mal wieder in die Nähe meiner HM-Bestzeit von 1:49:30 zu kommen. Als Saisonabschluß ist momentan in Planung mit @Sancho_P vom #twitterlauftreff beim Frankfurt Marathon in der Staffel an den Start zu gehen.

Als Ausblick für das nächste Jahr habe ich mir zunächst vorgenommen den Halbmarathon in Venlo in Angriff zu nehmen und mich dann ggf. auf einen Frühjahrsmarathon vorzubereiten. Da bin ich allerdings noch etwas unentschieden. Düsseldorf, Duisburg oder Koblenz (Mittelrhein) haben ganz gute Karten, aber entschieden ist noch nichts.

Ja, ganz genau stimmt das jetzt nicht, aber am Dienstag habe ich keine Zeit zum bloggen und der letzte Monat muss verarbeitet werden.

Was vor einem Monat noch verzagt und änstlich geklungen hat, ist nun einer gewissen Zuversicht und gespannter Erwartung gewichen. Besonders hervorzu heben ist, dass sich nach meinem letzten Blog-Post Frank spontan gemeldet hat, um mich beim Hamburg Marathon zu begleiten.

Das Training läuft in letzter Zeit wie am Schnürchen, auch wenn die großen Anstrengungen mit langen Läufen noch vor mir liegen. Ich habe das Glück mit Christina eine Kollegin zu haben, die Laufsport auf einem recht ambitionierten Niveau betreibt und Freude daran hat für Amateure wie mich Trainingspläne zu schreiben. Das hat den Vorteil, dass diese Trainingspläne sehr individuell, aber auch ein Stück weit härter sind als die Trainingspläne, die so im Internet frei verfügbar sind oder in Büchern von Steffny o.ä. für meine Leistungsklasse zu finden sind. So sind in den letzten Wochen trotz Wettkampfziel Marathon einige Intervalleinheiten im 10er-Renntempo dabei. Ich bin danach zwar immer “mega-platt”, aber glücklich.

Als kleiner Formcheck sollte Anfang des Monats der CeBIT-Run dienen. Da ich mich der Aufgabe als Standbesatzung auf dem Stand meines Arbeitgebers nicht entziehen konnte, habe ich den CeBIT-Run genutzt schon einmal ein wenig die Form zu überprüfen. Nun ja, das angestrebte Ziel die 14km unter 75 min. zu schaffen, habe ich knapp nicht erreicht (1:16:42), aber angesichts des winklingen Kurses durch miefige Messehallen mit anschließendem Kälteschock von +20° auf -2° bzw. umgekehrt, waren eine neue Erfahrung für mich. Im Übringen sind wir (meine Kollegen und ich) in der Mannschaftswertung Vierter geworden.

In zwei Wochen geht es nach Prag zum Halbmarathon. Ich bin schon ganz gespannt. Ich war zuletzt vor 5 Jahren in Prag etwa zur gleichen Jahreszeit und habe die Erfahrung gemacht, dass es dort sehr kalt sein kann. Nach den jetzigen Vorhersagen sieht es aber eher nach frühligshaften Temperaturen aus. Ich hoffe mal, dass es so eintrifft und freue mich auf einen schönen Läuf durch die goldene Stadt an der Molau. Die Strecke sieht recht schnell aus und geht zum großen Teil an den Ufern der Moldau entlang. Steigungen sind nur bei den Brücken zu erwarten. Ab Kilometer 16 geht es für ca. 3km schnurgerade durch ein Industriegebiet. Das könnte so der motivatorische Knackpunkt der Strecke sein. Ich hoffe in diesem Streckenabschnitt ist genügend Publikum. Als Ziel habe ich mir eine Zeit um 1:56 vorgenommen. Ich weiss nicht, ob es jetzt schon schneller geht. Ich werde auf jeden Fall berichten.

Ich habe mir in den letzten Wochen ein paar Gedanken gemacht, was ich im nächsten Jahr an Wettkämpfen so bestreiten werde. Hier mal eine vorläufige Zusammenstellung. Für Februar überlege ich noch an einem schnellen 10er teilzunehmen. In der Auswahl sind Mörfelden oder Jügesheim. Ich werde es allerdings kurzfristig entscheiden und auch etwas vom Wetter abhängig machen.

Event Ort Datum Länge Zeit
CeBIT Run Hannover 03.03.2011 10,5 oder 14 km 0:00:00
Prag Halbmarathon Prag (CZ) 02.04.2011 21,1 km 0:00:00
HaSpa Hamburg Marathon Hamburg 22.05.2011 42,2 km 0:00:00
Manor Run to the Beat Basel (CH) 11.09.2011 21,1 km 0:00:00
Drei-Länder-Marathon Lindau-Bregenz (A) 02.10.2011 21,1 km 0:00:00

Im Sommer sind dann die “üblichen” Termine in Eppstein, Wallau und Kiedrich dran. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr auch mal zu “Riesling-Lauf” nach Oestrich-Winkel. Die Termine habe ich z.Z. noch nicht im Internet gefunden.

Im vergangenen Jahr war ich ein absoluter Vielstarter. Wenn ich mich nicht verzählt habe, waren es 19 Laufveranstaltungen an denen ich teilgenommen habe. Ich denke in 2010 sollte ich etwas konzentrierter trainieren und nicht so viele Rennen laufen. Hinzu kommt noch, dass ich mich in der nächsten Woche operieren lassen muß und dadurch bis ca. Ende Januar das Training erst einmal ganz ausfällt.
Als ersten Start habe ich das Rennen beim Besuch meines Lauftreffs in der französichen Partnergemeinde Fondettes am 21.03. aus gesucht. Wie mir die Sportskameraden vom Lauftreff erzählt haben ist die Strecke dort relativ flach und besteht aus 3 Runden durch die Innenstadt von Fondettes.
Im April hatte ich zunächst überlegt wieder am Strassenlauf in Griesheim teilzunehmen, da ich im letzten Jahr dort eine sehr gute Zeit erreicht habe. Leider findet der Strassenlauf in Griesheim in diesem Jahr nicht Mitte April, sonder erst Ende Mai statt, da der TuS Griesheim mit dieser Veranstaltung die Hessenmeisterschaft im Halbmarathon ausrichtet. Als Alternative bietet sich am 11.04. der EVO Wasserlauf in Seligenstadt oder ein Lauf in Bad Münster am Stein – Ebernburg an. Ich bin da noch etwas unentschieden.
Das erste Highlight in 2010 soll dann am 15.05. der MLP Marathon Mannheim werden, wo ich die Halbmarathondistanz unter die Laufschuhe nehmen werde.
Anfang Juni steht noch der Besuch des Lauftreff der Wiesbadener Partnerstadt Görlitz mit der Teilnahme am Euromarathon auf dem Programm. Ich bin noch etwas unentschieden, ob ich den Halbmarathon oder “nur” den 10er laufen soll, da es im Umfeld des Besuches noch einige andere Termine gibt, die einen gegebenenfalls etwas vom Laufen abhalten. Vorallem wird es eine Spaßveranstaltung.
Ich denke Ende Juni kann man sich dann auch nochmal den Burglauf in Eppstein geben. Den Termin habe ich allerdings noch nirgendwo gefunden.